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FINANCE FORUM GERMANY |
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Wiesbaden, Kurhaus 6. und 7. Juni 2011 |
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Top-Event der deutschen Finanzbranche |
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Finance Forum Germany Newsletter vom 2. Juli 2010 |
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[xp:gender m="Sehr geehrter Herr [xp.Nachname]," f="Sehr geehrte Frau [xp.Nachname]," n="Sehr geehrte/r Leser,"/]
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im kühlen Schatten sitzen, das iPad in der Hand - und mal eben die Finanzen gecheckt, bevor man sich wieder seinem eBook zuwendet.
Die Hitze in diesen Tagen zeigt - Banken, die frühzeitig auf den Zug "Mobile Banking" aufspringen, werden früh ihre Erfahrungen sammeln und später klare Vorteile haben im Wettbewerb.
Was Kunden heute und in Zukunft wollen (das iPhone4 zum Beispiel hat sich innerhalb weniger Tage zwei Millionen mal verkauft), wusste Trendforscher Axel Liebetrau auf dem 2. Finance Forum Germany zu berichten. Was er zu sagen hatte, in diesem Newsletter.
Mit besten Grüßen
Carsten Michael Konzepte & Projekte |
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Inhalt |
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Rückschau 2010:
Wie spielerische IT das Leben einfacher macht |
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Rückschau 2010:
Gefragt sind Strategiewechsel und neue Geschäftsmodelle |
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Rückschau 2010:
Finance Forum ein voller Erfolg für Colt |
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Effektiv:
Leadmanagement in komplexen Bankstrukturen etablieren |
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Generationenmanagement:
Sales-Faktor im Private Banking |
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Parkettgebabbel:
Hund Börse zeigt sich egozentrisch |
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Rückschau 2010:
Wie spielerische IT das Leben einfacher macht |
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Von Steffen Christ, Finanzjournalist, Wiesbaden
Bild: Axel Liebetrau
So genannte Apps - Applikationen für iPhones und Handys - sind ein großer Erfolg und werden nach Ansicht von Axel Liebetrau auch das Verhalten von Bankkunden verändern. Apps werden wegweisende Zeichen in Bankenmarkt setzen, so die Prognose des Trendforschers in seinem Vortrag "Wie spielerische IT das Leben einfacher macht ".
Etwa 200.000 Apps fürs iPhone finden sich mittlerweile im Apple App Store. Wer will, findet mit Hilfe seines mobilen Telefons freie Taxen oder den Titel des Songs, der gerade im Radio läuft. Das Handy kann mit dem richtigen App als Wasserwaage oder Kompass dienen, und bei Bedarf weist es zur Gebetszeit gen Mekka. Die Applikationen machen Internet und Mobile Banking auf einer einfachen, sinnlichen und persönlichen Ebene nutzbar. Und sie werden nach Ansicht von Liebetrau auch weit über ihre Ursprungsgeräte hinauswachsen. Der Zukunftsforscher sieht indem spielerischen Umgang mit Technik eine Art ästhetisches Grundraster für künftige digitale Nutzungen aller Art, das auch die Bankbranche beeinflussen wird
"Banking wird dank Apps sprichwörtlich zum Kinderspiel", sagt Liebetrau. Durch neue multimediale Vertriebs- und Informationswege - beispielsweise bei Echtzeit-Transaktionen über das Internet und schnelle Information und Kommunikation über mobile Apps - würden Trends gesetzt. Schon jetzt seien Bankgeschäfte per Mausklick und die Kommunikation zwischen verschiedenen Mobile-Commerce-Partnern im Netz per virtuellem Handy-Zuwurf von Daten möglich. In Zukunft seien Beratungsgespräche mit einem virtuellen Bank-Berater per Mobiltelefon denkbar, und auch der Verkauf von Finanzprodukten per Mobile Banking werde Realität - so wie das Mobiltelefon als "mobile Geldbörse" Kreditkarten, Kleingeld und Bank- oder Geldkarte für bargeldloses Bezahlen ersetzen könnte.
Der beispiellose Erfolg der Apps ist jedoch nicht der einzige Grund, weshalb multimediale Kanäle für die Bankbranche immer wichtiger werden. "Die Grenzen zwischen Online und Offline werden immer fließender", sagt Liebtrau. Gleichzeitig nehme die Regionalität im Internet-Sektor zu. Inzwischen beträfen laut Liebetrau fast ein Viertel der Suchanfragen auf Google das lokale Umfeld.
Online- und Mobile-Banking werden nach Ansicht von Liebetrau die wegweisenden Zeichen in der Bankbranche setzen. Als Konsequenz für die Finanzinstitute sei eine radikale Veränderung von Prozessen in Verkauf, Produktion und Kommunikation zu erwarten. "Online-Banking und Mobile Banking muss dem Kunden Spaß machen. Die Banken müssen sich auf Multimedia-Angebote mit einer intuitiven, einfachen Bedienung und innovativen Anwendungen einstellen." Es werde eine ähnliche Entwicklung wie im Buchhandel geben - "Die Frage ist nur, wer wird das neue Amazon des Bankenwesens", sagt Liebetrau.
Schwierigkeiten und Probleme beim Aufbau der multimedialen Kanäle sieht er allerdings in den Bereichen Datenschutz und Sicherheit. Hier müssten Systeme entwickelt werden, die bei Verlust oder Diebstahl des Mobiletelefons greifen und beispielsweise Phishing Attacken wirkungsvoll verhindern. Hier sei auch die Verschlüsselungstechnik gefordert. |
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Rückschau 2010:
Gefragt sind Strategiewechsel und neue Geschäftsmodelle |
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Von Steffen Christ, Finanzjournalist, Wiesbaden
Bild: Dr. Dirk Notheis, Morgan Stanley Bank
Investment-Banker habe es nicht leicht. Die früheren Goldesel der Branche sind inzwischen als böse Buben verschrien, die maßgeblich für die Krise der Finanzmärkte verantwortlich waren - und auch mit am stärksten unter den Geschäftseinbrüchen zu leiden hatten. Was sich aus dieser Entwicklung lernen lässt und wie die Zukunft für Investmentbanker aussehen könnte, erläuterte Dr. Dirk Notheis, Vorsitzender der Morgan Stanley Bank in seinem Keynotes-Vortrag "Gerade jetzt: Investmentbanking und die Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise? während des Finance Forum 2010.
Der drastische Einbruch der Finanzmärkte stellte das Investmentbanking vor eine große Herausforderung. Das erforderte auch bei Morgan Stanley radikale Schnitte und die Suche nach neuen Geschäftsmodellen. "Wir haben aus der Krise gelernt und unsere Konsequenzen gezogen", sagt Notheis. "Der Anteil des Eigenhandels wurde auf drei bis vier Prozent reduziert, und wir konzentrieren uns inzwischen auf ein risikoärmeres und besser ausbalanciertes Geschäft." Die Bilanz seiner Bank sei dadurch zwar erheblich zusammengestrichen worden, aber es ergebe sich ein wesentlich nachhaltigeres Geschäftsmodell.
Insgesamt habe es im Investmentbanking signifikante Einbrüche gegeben. Die Auswirkungen in Deutschland sind laut Notheis aber noch vergleichsweise moderat ausgefallen, da sich der deutsche Markt noch in der Frühphase befinde. Die Finanzierung deutscher Unternehmen verlaufe traditionell vor allem über Kredite - der Kapitalmarkt als Geldgeber spiele erst seit den vergangenen 20 bis 30 Jahren eine Rolle.
Ein wichtiger Trend seit dem Ende der Finanzkrise liege in der Zunahme der Cross-Border-Aktivitäten. Dabei hätten sich die Finanzströme in der Vergangenheit vor allem auf den innereuropäischen und transatlantischen Raum konzentriert. "Doch inzwischen nimmt vor allem die asiatische Region an Bedeutung zu", sagt der Bankchef. "Wobei die Richtung eindeutig von Asien nach Deutschland und Europa geht."
Am Markt für Beteiligungsgesellschaften seien ebenfalls deutliche Veränderungen zu beobachten. Finanzkrise und Rezession haben die lange Jahre erfolgsverwöhnte Branche ins Schlingern gebracht. "Der Vormarsch von Private Equity hat sich verlangsamt", erklärt Notheis. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass ein Großteil der Finanzierungsmärkte nicht mehr zur Verfügung steht. Viele Private Equity-Manager würden deshalb das Terrain wechseln und sich inzwischen auf den Sektor Portfolio Management konzentrieren. Notheis rechnet jedoch mit einer Entspannung. "Der Private Equity Sektor ist nach wie vor enorm Liquide - und das Geld wird auch wieder kommen, wenn sich die Lage weiter aufhellt."
Starke Zuflüsse prognostiziert Notheis im Hedge-Fonds Sektor. Hier seien vor allem Total Return-Strategien erfolg versprechend. Und auch das Real Estate Banking habe seine Talsohle erreicht.
Einen wichtigen Wachstumstreiber sieht Morgan Stanley im Mittelstand. Bislang schrecken viele Familienunternehmen davor zurück, einen Finanzinvestor in ihre Firma zu lassen - obwohl mittlerweile viele Beteiligungsgesellschaften auf eine Mehrheitskontrolle verzichten und sich mit Minderheitsengagements zufrieden geben. "Doch inzwischen wird der Mittelstand zunehmend aktiver im Kapitalmarkt, da die traditionelle subventionierte Finanzierung über Landesbanken nicht mehr darstellbar ist", sagt Notheis. |
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Rückschau 2010:
Finance Forum ein voller Erfolg für Colt |
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Anfang Juni hat das Finance Forum Germany zum zweiten Mal deutsche Banker und IT-Dienstleister nach Wiesbaden eingeladen, um gemeinsam über aktuelle Themen der Branche zu diskutieren. Unter dem Motto "Bank und IT: Doppelpass zum Erfolg" sollte mehr Aufmerksamkeit für den Finanz-Sektor und Raum für Networking mit potenziellen Kunden und Partnern geschaffen werden. Für Colt ein voller Erfolg.
Insgesamt rund 1.200 Besucher waren vor Ort, die sich unter anderem über Themen wie WpHG-Protokollpflicht, Colt Fastnet Ultra und Cloud Computing am Colt-Stand informieren konnten. Darüber hinaus war Colt mit einem Vortrag zum Thema "IT Optimierung mit Cloud Computing, Grid & Co" von Joachim Tresp, Senior Consultant CMS vertreten - Detlef Spang, Managing Director Major Enterprise, nahm gemeinsam mit der Stuttgarter Börse an der Podiumsdiskussion mit dem Titel "Jonglage im Wertpapiergeschäft" teil.
Bei Interesse zu den einzelnen Themen können Sie Ihre Fragen gerne an Uwe Dünnebier, Business Development Manager Finance Sector bei Colt, richten (uwe.duennebier@colt.net). |
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Effektiv:
Leadmanagement in komplexen Bankstrukturen etablieren |
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Häufig werden erhebliche Summen für Marketingprojekte und Vertriebsoptimierung aufgewendet, weil die Nachhaltigkeit und Konsequenz in der Organisation der Kundengewinnung fehlen. Trotz optimal aufgesetzter Marketingaktionen werden generierte Leads aber weiterhin nur unzureichend oder gar nicht bearbeitet. Zahlen von bis zu 70 Prozent nicht oder zu spät kontaktierter Interessenten sind in der Praxis keine Seltenheit. Dabei reagieren insbesondere in der Finanzwirtschaft Kunden sehr sensibel, wenn eine Frage nicht umgehend präzise und vollständig vom Anbieter beantwortet wird.
Somit muss sichergestellt werden, dass die Anfragen zu den jeweils hierfür qualifizierten Mitarbeitern gelangen. Während der Lebensdauer eines Leads verändern sich die Detailtiefe der Leadinformation und die Abschlusswahrscheinlichkeit als wichtigstes Bearbeitungskriterium. Trotz der Nutzung unterschiedlichster IT-Systeme entlang des Prozesses dürfen solche wichtigen Informationen nicht verloren gehen. Daher müssen alle Prozessschritte vom Eingang über das Routing und die Abarbeitung bis zur Archivierung klaren Regelungen folgen, die sich in der Organisation sowie der IT-Unterstützung widerspiegeln.
Hier setzt effektives Leadmanagement an, denn es garantiert den standardisierten und kontrollierten Prozess der Bearbeitung von Interessentenanfragen. Die häufig klaffende Lücke zwischen Marketing zur Leadgenerierung und der Leadbearbeitung durch den Vertrieb wird konsequent geschlossen und mehr Geschäft generiert.
adesso bietet zum Aufbau eines Leadmanagements ein vorkonzipiertes Vorgehensmodell an, mit dem die einzelnen Handlungsfelder systematisch spezifiziert und so umgesetzt werden, dass die komplette Errichtung eines Leadmanagements innerhalb kürzester Zeit realisiert werden kann. |
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Generationenmanagement:
Sales-Faktor im Private Banking |
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Das Thema "Erben und Vererben" ist - ähnlich wie das Thema "Vermögen" - ein sensibles. Wer denkt schon gern in der Blüte seines Lebens an den Tod? Hier ist der konzeptionelle Beratungsansatz bei der Vermögensberatung im Vorteil, betrachtet er doch von vornherein die Kunden ganzheitlich und kann als Teil des Beratungsprozesses die Nachlass-Planung seriös ins Gespräch bringen. Das ideale Werkzeug dafür ist die ELAXY Finanzplanung. Sie ermöglicht auf der einen Seite eine Beratung über alle klassischen Finanzthemen hinweg, geht auf der anderen Seite aber auch auf einzelne Themenfelder gesondert ein - von der Vorsorgeberatung über die Finanzplanung bis hin zum Generationen-Management. So kann der Berater seine Beratung segmentieren und trotzdem die Gesamtsituation im Blick behalten. Gerade beim Generationen-Management eine gute Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und für weitere verkaufsorientierte Gespräche über das Kernthema Erbschaft hinaus.
Auf alle Fragen eine Antwort
- Wie hoch ist die Erbschaftsteuer, wenn heute etwas passiert? - Ist das Erbe gerecht verteilt? - Erhält mein Erbe genügend liquide Erbmasse, um die Steuer zu begleichen? - Macht es heute schon Sinn, Teile des Vermögens an die nächste Generation zu übertragen? - Wie kann ich steuerfrei vererben?
Diese und viele weitere Fragen sind an der Tagesordnung, wenn es um die konkrete Nachlass-Planung geht. Mit dem Modul Generationenmanagement geht die ELAXY Finanzplanung exakt auf diese Fragen und Kundenbedürfnisse ein und hilft Beratern bei ihren Kunden bei dieser sehr komplexen Beratungssituation fundierte Antworten zu geben und die unterschiedlichsten Szenarien aufzuzeigen.
Konzept auf Knopfdruck
Die persönliche Beratung ist die eine Seite, die andere die Präsentation, die der Kunde nach der Beratung zur Dokumentation und Vertiefung erhält. Auch hier setzt die ELAXY Finanzplanung Maßstäbe. In übersichtlicher Form, mit allen relevanten Informationen und Grafiken, abgestimmt auf die persönliche Situation, wird die Dokumentation gleich nach dem Beratungsgespräch ausgedruckt und dem Kunden ausgehändigt. Sie dient damit auch der weiteren, gezielten Beratung durch den Steuerberater und Rechtsanwalt. Denn so umfassend die Analyse mit Modul Generationenmanagement auch ist, sie ersetzt nicht die steuerliche oder rechtliche Prüfung.
Chancen erkennen und nutzen Neben einer spürbar höheren Beratungsqualität und einer messbaren Prozess- und Organisationsverbesserung im Vertrieb eröffnet der Einsatz der ELAXY Finanzplanung bei der Beratung viele Anknüpfungspunkte für aktive Verkaufsgespräche. Besonders die übersichtliche und einfach nachvollziehbare Darstellung der Vermögensstruktur bzw. der Veränderungen zeigen dem Kunden sehr eindrucksvoll Handlungspotenziale auf. Er erkennt selbst, wo seine Finanzplanung Stärken und Schwächen hat. Hier kann der Berater durch Alternativ szenarien mit der ELAXY Finanzplanung auf einen Klick Optimierungen durchführen und eine Vertrauensbasis schaffen oder die Kundenbindung weiter verstärken. Ein zusätzlicher Service ist die Erstellung einer Privatbilanz. |
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Parkettgebabbel:
Hund Börse zeigt sich egozentrisch |
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---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Sie wollen wissen, was Aktien bewegt? An dieser Stelle berichtet dpa-AFX über Gerüchte und Spekulationen, die Börsianer auf dem Parkett herumreichen. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die dpa-AFX Kolumne - 360° Börse vonAlexander Gibson, dpa-AFX Sie kennen bestimmt das Bild von Hund und Herrchen, mit dem die ungarisch-französische Börsenlegende Andre Kostolany die Wellenbewegungen der Anlagemärkte erklärte. Meist läuft der Hund Börse dem Herrchen Wirtschaft voraus, zuweilen hinkt er aber auch hinterher. Bei gemeinsamen Ausflügen scheint der Hund auch positive und negative Charaktereigenschaften der Marktteilnehmer anzunehmen, die tagtäglich mit ihm spielen. In den vergangenen zehn Handelstagen muss sich der Hund Börse einen Egozentriker zum Vorbild genommen haben. Als könnte er es nicht verwinden, hinter der Fußball-Weltmeisterschaft und der Politik nur die dritte Geige zu spielen. Je bedeutender die Spiele wurden, und je interessierter der Blick Richtung G20-Gipfel und auch Bundespräsidentenwahl gerichtet wurde, desto aggressiver sein Verhalten. Kaum schienen die Schuldenkrise in der Eurozone verdaut und die Fragezeichen hinter der Zukunft der Gemeinschaftswährung ausradiert, verhagelte eine Flut negativer Konjunktursignale die Börsenstimmung. Es droht das, was Volkswirte "Double Dip" nennen, und nichts anderes bedeutet als "zu früh gefreut". Besonderen Anlass zur Sorge bereitet Börsianern, dass der wichtige Wachstumsmotor China zu stottern beginnt. Es mehren sich die Anzeichen, dass sich die wiedererstarkte Konjunktur im Riesenreich abschwächt, was fatale Folgen für die Weltwirtschaft hätte. Dabei hätte es so schön werden können: Kapitalerhöhungen laufen so gut, dass aus dem ausgetrockneten Markt für Neuemissionen weitere Lebenszeichen kommen - auch wenn große Namen unter den Börsenneulingen vorerst nicht zu erwarten sind. Immerhin haben es aber die zwei größten Börsengänge des Jahres, Kabel Deutschland und der Chemiehändler Brenntag, binnen kürzester Zeit in den MDax geschafft. Auch die Finanzbranche präsentiert sich stabilisiert. Die Banken haben bei einem neuen Angebot der Europäischen Zentralbank deutlich weniger Bares abgerufen als befürchtet, was ein positives Licht auf die Liquiditätslage des Sektors wirft. Über ihm schwebt jedoch das Damoklesschwert der Stresstests. Darin sollen die Institute nachweisen, ob sie auch bei sehr negativen Entwicklungen an den Märkten oder eben Konjunktureinbrüchen überlebensfähig sind. Bis Ende Juli werden erste Ergebnisse erwartet, noch umfangreichere Manöver stehen bevor. Sollten die Signale positiv ausfallen, könnte die Risikobereitschaft schnell wieder steigen und der Neuanfang nach dem "Double Dip" in den Fokus der Anleger rücken. Der Hund bekäme wieder mehr Leine und würde dem Herrchen schwanzwedelnd erneut vorauseilen. |
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